Sie haben dänische Daten? E-Mail-Verschlüsselung ist in Dänemark jetzt Pflicht
Verschlüsseln oder nicht verschlüsseln: Das ist in Dänemark nicht mehr die Frage – wo neue Interpretationen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Verschlüsselungsgeschichte schreiben. Seit dem 1. Januar 2019 müssen alle Organisationen, die in irgendeiner Funktion mit Dänemark zusammenarbeiten, bei der Kommunikation sensibler Daten eine akzeptable Verschlüsselung anwenden.
Warum Dänemark?
Obwohl die DSGVO für alle EU-Mitglieder und ihre Bürger gilt, unabhängig davon, wo sie wohnen, hat jedes Land eine eigene Interpretation der spezifischen Teile der Verordnung. Im Falle Dänemarks wurde eine wörtlichere Definition von Abschnitt 9 der DSGVO übernommen, der sich mit der „Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten“ befasst. Infolgedessen müssen alle sensiblen Daten während der Übertragung, die unter dänische Gerichtsbarkeit fallen, geschützt werden – was eine obligatorische E-Mail-Verschlüsselung bedeutet.
Was bedeutet das für dänische Unternehmen?
Jede Organisation, die in Dänemark Geschäfte macht oder dänische Bürger einbezieht, auch in Drittfunktion, muss personenbezogene Daten entweder mit sicherem TLS oder End-to-End-Verschlüsselung schützen. Aber auch die Art und Weise, wie Sie Datenschutzmaßnahmen einsetzen, ist wichtig. Opportunistisches TLS beispielsweise, bei dem erfolglose Verbindungen auf Klartext zurückgreifen, bietet keinen ausreichenden Schutz. Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, muss mit Sanktionen oder, schlimmer noch, hohen Geldbußen nach einem Verstoß rechnen. Diese neue Entwicklung der DSGVO wird voraussichtlich ähnliche Maßnahmen in anderen EU-Ländern nach sich ziehen.
Welche Maßnahmen kann eine Organisation ergreifen?
Seit die DSGVO im vergangenen Mai in Kraft getreten ist, lautet die Botschaft aus Europa klar und einfach: Schützen Sie personenbezogene Daten oder machen Sie Geschäfte anderswo. Und indem eine Organisation proaktive Datenschutzrichtlinien einführt und dabei die DSGVO als Grundlage verwendet, kann sie sicherstellen, dass sie in der EU und überall sonst, wo ähnliche Datenschutzrichtlinien existieren, konform ist. Daher sollte diese neueste dänische Entwicklung als Wettbewerbsvorteil betrachtet werden – nicht als Hindernis.
Während ein geschlossenes System theoretisch für dänische Unternehmen funktionieren könnte, die ausschließlich mit Dänen interagieren, kann diese Denkweise Kompatibilitätsprobleme verursachen, wenn das Geschäft im Ausland abgewickelt wird. Eine flexible, sichere Nachrichtenplattform kann helfen, Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden und die Konformität aufrechtzuerhalten.